Mit einer kleinen aber feinen Sonderausstellung im Borsdorfer Heimatmuseum würdigte der Heimatverein Borsdorf den 200. Geburtstag Wilhelm Liebknechts, der von 1881 – 1890 hier im Ort lebte und arbeitete. Eine interessierte Delegation aus Leipzig ließ es sich nicht nehmen, am heutigen Nachmittag aus der Großstadt ins beschauliche Borsdorf zu reisen. Nach der Begrüßung durch Bürgermeisterin Birgit Kaden und Vereinsvorsitzenden Andreas Damm am Borsdorfer Bahnhof zeigte Museumsleiter Olaf Beyer den Anwesenden einige wichtige Stationen im Ort. So ging es unter anderem am ehemaligen Gasthof „Rosenschlösschen“ entlang, wo man sich einst gesellig traf. Wir sahen die Wilhelm-Liebknecht Straße, die sich mit der August-Bebel Straße kreuzt. Schließlich ging es zum ehemaligen Wohnhaus im alten Dorfkern Borsdorfs, wo eine Gedenktafel an Wilhelm Liebknecht und August Bebel erinnert, die hier gemeinsame Jahre verbrachten. Der sich früher in unmittelbarer Nähe befundene Gasthof „Kaffeebaum“, dessen Gäste sie oft waren, steht heute leider nicht mehr. Es ranken sich Geschichte und Geschichten um Liebknecht und Bebel im Borsdorfer Exil. Diese werden inklusive Bildmaterial auf diversen Schautafeln im Heimatmuseum bewahrt. Das eigens an diesem Sonntag für Besucher geöffnete Museum war auch das Ziel der Leipziger Delegation. Hier traf man sich mit weiteren Interessenten, die diese Gelegenheit des Informationsaustauschs in beiden Ausstellungsräumen gern nutzten.
Die Sonderausstellung ist voraussichtlich noch bis Ende April jeden Freitag von 15-18.00 Uhr im Heimatmuseum, Leipziger Str. 5 zu sehen. Gern können auch persönliche Termine vereinbart werden.
Text und Fotos: Christine Damm, Heimatverein Borsdorf e.V.







Heimatverein Borsdorf e.V.
Als Mitglied der Leipziger Delegation möchte ich der Bürgermeisterin und den rührigen Akteuren des Heimatvereins für die heute gezeigte Gastfreundschaft ganz herzlich danken. Der Stadtrundgang zu den Stätten, die mit dem erzwungenen Exil von
Bebel und Liebknecht verbunden sind, war sehr lehrreich. Die Ausstellung im Heimatmuseum ist mit viel Sachkenntnis und Liebe gestaltet. ich wünsche ihr viel Resonanz. Dank und Anerkennung dafür speziell an Olaf Beyer und Andreas Damm für ihr tolles Engagement.